Endspurt: Mammo-Mobil in Pocking

Rund 3.600 Frauen nutzten bisher Brustkrebs-Früherkennung. Untersuchungen noch bis 17. Oktober

Pressemitteilung 27. September 2019

POCKING. Manuela Schwesig spricht offen über ihre Brustkrebs-Erkrankung und die hohen Heilungschancen. Damit ruft die Ministerpräsidentin aus dem Norden der breiten Öffentlichkeit in Erinnerung, wie wichtig Vorsorge-Untersuchungen sind. Denn je früher Gewebeveränderungen festgestellt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie erfolgreich behandelt werden können. Im Mammo-Mobil haben Frauen aus Pocking und Umgebung die Möglichkeit, sich untersuchen zu lassen. Seit Ende Juni steht eine von zwei dieser mobilen Praxen des Mammographie-Screenings Niederbayern auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus. Rund 3.600 Frauen haben seither die Chance genutzt, sich einer Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung zu unterziehen. Nun geht es in den Endspurt: Noch bis Donnerstag, den 17. Oktober, finden im Trailer Untersuchungen statt. Am Folgetag zieht der Trailer weiter nach Hutthurm.

Zertifiziertes Programm

„Die Frauen sollten die kurzen Wege nutzen, die das Mammographie-Screening vor Ort bietet“, appelliert Dr. Margarete Murauer von der Praxis DIE RADIOLOGEN Deggendorf. Sie ist zusammen mit ihrer Kollegin MUDr. Andrea Simkova von RADIO-LOG in Passau für die Umsetzung des Früherkennungsprogramms in Niederbayern verantwortlich. Die rollende Röntgenstation ist Bestandteil eines bundesweit flächendeckenden Programms. Es berechtigt Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren zur Mammographie in einer speziell für die Früherkennung zertifizierten Screening-Einheit. Das bundesweite Programm stellt besonders hohe Anforderungen an Ärzte, die Fachkräfte vor Ort, eingesetzte Geräte und Abläufe. Ob diese erreicht werden, wird alle zwei Jahre mit einem Rezertifizierungsprozess überprüft.

Vorreiter Niederbayern

Nach Pocking kommt das Mammo-Mobil alle zwei Jahre. Der Vorteil des regelmäßigen Screenings: Es werden auch sehr kleine Karzinome und Vorstufen erkannt, die nicht getastet werden können. Dies bestätigt nicht nur die hohe diagnostische Qualität des Programms, es erhöht die Chancen auf Heilung auch enorm. „Das Angebot im Mammo-Mobil wird besonders gut angenommen“, schildert Margarete Murauer.

Individuelle Termine möglich

Auch im Endspurt gilt: Passt der Termin im Einladungsschreiben nicht, ist es ganz einfach, eine Alternative zu vereinbaren. Unter der Rufnummer 089 5709340200 kann man sich einfach einen neuen Termin besorgen. Das ist die Nummer der Zentralen Stelle in Bayern, die alle Termine des Screenings koordiniert. Sie ist montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr erreichbar. Mittwochs und freitags sind Terminvereinbarungen von 8 bis 12 und von 13 bis 15 Uhr möglich. Das gilt auch für Frauen, die noch keine Einladung bekommen haben. Alternativ steht das Online-Termin-Management unter www.ZentraleStelle-Bayern.de zur Verfügung, die Zugangsdaten sind auf dem Einladungsbrief vermerkt.

Das Mammo-Mobil steht in Pocking auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus (Anton-Springer-Straße). Noch bis 17. Oktober finden Screenings statt. Geöffnet ist es jeweils Montag bis Donnerstag von 7:45 bis 11:45 Uhr und von 12:30 bis 16:45 Uhr. Freitags werden Untersuchungen von 7:45 bis 11:45 Uhr und von 12:30 bis 14:00 Uhr angeboten. Am 18. Oktober reist die rollende Praxis weiter nach Hutthurm.

Über 400 Frauen aus der Region waren bereits beim Mammographie-Screening in Grafenau

Im Mammo-Mobil empfangen erfahrende Mitarbeiterinnen – hier Tanja Lichtenauer – die Frauen. Innen ist der Trailer wie eine Praxis eingerichtet. Rund 3.600 Frauen waren schon beim Screening in Pfarrkirchen.
Foto: Mammographie-Screening Niederbayern