Brustkrebs-Früherkennung in Hutthurm zieht Halbzeitbilanz

Rund 500 Frauen waren schon im Mammo-Mobil – Untersuchungen noch bis 19. Dezember

Pressemitteilung 05. November 2019

HUTTHURM. Manuela Schwesig spricht offen über ihre Brustkrebs-Erkrankung und die hohen Heilungschancen. Damit ruft die Ministerpräsidentin aus dem Norden der breiten Öffentlichkeit in Erinnerung, wie wichtig Vorsorge-Untersuchungen sind. Denn je früher Gewebeveränderungen festgestellt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie erfolgreich behandelt werden können. Im Mammo-Mobil haben Frauen aus Hutthurm und Umgebung seit Mitte Oktober die Möglichkeit, sich untersuchen zu lassen. Rund 500 Frauen aus Hutthurm und dem Umland waren schon bei der Brustkrebs-Früherkennung in der mobilen Röntgenstation vor Ort. Der Trailer ist eine von zwei mobilen Einheiten des Mammographie-Screenings Niederbayern und steht auf dem „Volksfestplatz“ am Sportplatz. „Wir freuen uns, dass schon so viele Frauen gekommen sind“, sagt Dr. Margarete Murauer von der Praxis DIE RADIOLOGEN Deggendorf. Sie ist zusammen mit ihrer Kollegin MUDr. Andrea Simkova von RADIO-LOG in Passau für die Umsetzung des Früherkennungsprogramms in Niederbayern verantwortlich. Der Trailer kommt alle zwei Jahre nach Hutthurm. Eingeladen werden Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. Das ist die Altersgruppe, die am häufigsten von Brustkrebs betroffen ist.

Neue Generation im Screening-Alter

„Frauen achten heute auf sich und ihre Gesundheit. Und sie wissen, dass die Heilungschancen umso besser sind, je früher Veränderungen des Brustgewebes festgestellt werden“, erklärt Margarete Murauer. Über die Jahre hinweg hat sie festgestellt, dass sich die Generation ab 50 heute aktiv informiert – unter anderem auf der Website www.mammo-programm.de. Unter dem Menüpunkt „Frauenportal“ gibt es dort eine Fülle verständlich aufbereiteter Texte, Grafiken und Videosequenzen zu Fragen rund um die Brustkrebs-Früherkennung.

Modernste Ausstattung im Trailer

Der Besuch im Mammo-Mobil, das in der kalten Jahreszeit auch beheizt wird, dauert in der Regel gut 20 Minuten. Die Mitarbeiterinnen erklären dabei den genauen Ablauf der Untersuchung. Diese wird mit einem hochmodernen Röntgengerät durchgeführt. „Wir arbeiten mit der neuesten Version der digitalen Vollfeldtechnik. Das ist eines der Qualitätsmerkmale des Programms“, unterstreicht die Fachärztin. Die speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen machen den Frauen den Aufenthalt im Trailer so angenehm wie möglich: „Schließlich wissen wir, dass es viele Frauen Überwindung kostet, herzukommen“, betont Ina Burgholzer, Mitarbeiterin im Mammo-Mobil.

Individuelle Termine möglich

Insgesamt erhalten rund 4.700 Frauen aus Hutthurm und dem Umland nach und nach eine Einladung. Wenn der vorgeschlagene Untersuchungstermin ungünstig liegt, kann man sich telefonisch unter der Rufnummer 089 5709340200 einen neuen besorgen. Das ist die Nummer der Zentralen Stelle in Bayern, die alle Termine des Screenings koordiniert. Sie ist montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr erreichbar. Mittwochs und freitags sind Terminvereinbarungen von 8 bis 12 und von 13 bis 15 Uhr möglich. Das gilt auch für Frauen, die noch keine Einladung bekommen haben. Alternativ steht das Online-Termin-Management unter www.ZentraleStelle-Bayern.de zur Verfügung, die Zugangsdaten sind auf dem Einladungsbrief vermerkt.

Das Mammo-Mobil steht in Hutthurm auf dem „Volksfestplatz“ am Sportplatz (94116 Hutthurm). Noch bis Donnerstag, 19. Dezember, finden dort Screenings statt. Geöffnet ist es jeweils Montag bis Donnerstag von 7:45 bis 11:45 Uhr und von 12:30 bis 16:45 Uhr. Freitags werden Untersuchungen von 7:45 bis 11:45 Uhr und von 12:30 bis 14:00 Uhr angeboten. Am Freitag, den 20. Dezember wird das Mammo-Mobil abgebaut und reist zur jährlichen Wartung.

Team Mammo-Mobil Mammographie-Screenings Niederbayern

Rund 500 Frauen waren schon im Mammo-Mobil in Hutthurm. Ein erfahrenes Team sorgt für eine angenehme Atmosphäre. V.l.n.r. Ina Burgholzer, Evi Winklmeier und Tanja Lichtenauer
Foto: Mammographie-Screening Niederbayern